Tierversicherung
Hund oder Katze krank: Was der Tierarzt wirklich kostet

Thorsten Pniok · Versicherungsmakler
4 Min. Lesezeit
Seit der neuen Gebührenordnung sind Tierarztrechnungen deutlich höher. Was eine Behandlung kostet und wann sich eine Versicherung lohnt.
Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)
Tierärzte rechnen nach der GOT ab. Sie legt keine festen Preise fest, sondern einen Rahmen. Am 22. November 2022 trat eine neue Fassung in Kraft, mit spürbar höheren Gebühren – begründet mit gestiegenen Praxiskosten und Inflation.
Einfacher Satz: die Mindestgebühr
Zwei- bis dreifacher Satz: je nach Aufwand, Zeit und Schwierigkeit
Bis vierfacher Satz: im Notdienst, also abends, nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Dazu kommen pauschal 50 € Notdienstgebühr.
Beispiele zum einfachen Satz
Leistung | Gebühr (1-facher Satz) |
|---|---|
Allgemeine Untersuchung | 23,62 € |
Kastration Katze (Ovarektomie) | 56,48 € |
Zahnsteinentfernung | 61,97 € |
CT-Untersuchung | 350 € |
Das ist nur die einzelne Gebühr. Mit Narkose, Material und Medikamenten kostet ein Eingriff schnell 150 bis 500 € und mehr. Größere Operationen können vierstellig werden – erst recht im Notdienst.
Welche Versicherung passt?
OP-Versicherung: zahlt Operationen und die Behandlung rund um den Eingriff. Günstig und für viele der wichtigste Schutz.
Tierkrankenversicherung: zahlt zusätzlich normale Tierarztbesuche, Untersuchungen und Medikamente.
Tierhalterhaftpflicht: für Schäden, die dein Hund anderen zufügt – unabhängig von den Tierarztkosten.
Darauf solltest du achten
Erstattung bis zum vierfachen GOT-Satz, sonst bleibst du im Notdienst auf Kosten sitzen.
Keine zu niedrige Jahreshöchstgrenze.
Klare Regeln zu Vorerkrankungen und Wartezeiten.
Eintrittsalter: Je jünger dein Tier, desto leichter der Abschluss.
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